Topographische Karte aus dem Jahr 1883 (Korrekturen wurden 1930 eingetragen).
Zu sehen ist der große See im Zentrum von Vorwerk. Der See „Hodne“ reicht bis an den Hochwasserdeich, der in den 1860er Jahren gebaut wurde. Die entsprechenden Verordnungen zur Regulierung der Oder waren 123 Jahre früher, 1737, von Friedrich Wilhelm I. (1688–1740) erlassen worden. Unser Vorwerk gehörte damals noch den Habsburgern. Hinter dem Deich gibt es diesen See heute nicht mehr. Auch der See „Za Walą“ ist geschrumpft.
Auf dieser Karte kann man sehen, wie weit das Wasser beim berühmten Hochwasser von 1997 gekommen ist. Die hellen (weißen) Flächen standen unter Wasser. Die ganze ul. Wiejska, und von Norden her reichte das Wasser bis zur ul. Szkolna. Der normale Wasserstand in unserem See beträgt 152 m ü. NN, genau so viel wie die Oder auf der Höhe von Vorwerk. In Chrzowice liegt der Pegel der Oder bei 153 m ü. NN. Die ul. Szkolna liegt auf durchschnittlich 160 m ü. NN, die Landstraße Oppeln – Ratibor auf 162 m ü. NN. Für Interessierte: Die Kirche in Chrząszczyce liegt auf 191 m ü. NN.
Interessant sah die Gegend um Vorwerk im Jahr 1736 aus. Auf dem Schloss in Rogów Opolski befindet sich die Karte „PRINCIPATUS SILESIA OPOLIENSIS MDCCXXXVI“, auf der wir sehen, dass das Gelände vom See „Kotuc“ bis zur Oder, zwischen Vorwerk und Chrzowice, mit Eichen bewachsen war. Ein ähnlicher Wald lag auf der Nordseite zwischen der Oder und der Straße (heute Nationalstraße Nr. 45) fast bis an die Grenzen von Oppeln. Unser „See“ reichte nach Süden bis zum See Kotuc und nach Norden bis Wójtowa Wieś und war weiter mit der Oder verbunden. Der Hodne-See war mit dem See Za Walą verbunden. Das heutige Przewrócie war eine Insel.
Karte aus dem Jahr 1900