In den Jahren 1526–1740 waren die Einwohner von Folwark Untertanen des Kaisers von Österreich. Das war eine Zeit, die allgemein als ruhig galt, fast 200 Jahre Frieden. Eine Zeit, in der der Protestantismus auch unsere bis dahin fast völlig katholische Gegend erfasste. 1618 begann ein Krieg, der 30 Jahre bis 1648 dauerte und mit dem „Westfälischen“ Frieden endete. Es kämpften hauptsächlich katholische Länder gegen protestantische. Schlesien – die Dörfer katholisch, die Städte größtenteils protestantisch, und das Ganze beherrschten die Habsburger – Katholiken. Den Protestanten im „Dreißigjährigen Krieg“ halfen auch schwedische Truppen, und in der Umgebung von Folwark …..
Chronik – Kwartalnik Opolski (Oppelner Vierteljahresschrift) – wir lesen: Nach der Besetzung Oppelns durch die Schweden im Jahr 1642 nahmen die Ausschreitungen der Soldaten in der Umgebung so zu, dass die Bauern von Wójtowa Wieś, Górki, Szczepanowice und Folwark sowie anderen keinen anderen Ausweg sahen, als mit ihrer Habe zu fliehen und sich in den Wäldern zu verstecken. … 1643 Die kaiserlichen Truppen vertrieben die schwedischen Besatzungen. Die schlesische Bevölkerung wusste nicht, wem sie Erfolg wünschen sollte. Die Schweden, „Befreier“ der Protestanten, die kaiserlichen Truppen, „Verteidiger des Landes“ – „Verteidiger der Katholiken“, plünderten gleichermaßen, ohne Rücksicht auf das Bekenntnis. Bei der Nachricht vom Herannahen der Truppen floh die Bevölkerung in die Wälder.
16 Jahre nach diesem schrecklichen Krieg bauen die Einwohner von Folwark diese Kapelle. Papst war damals Alexander VII. (1655–1667), Nr. 237 nach dem heiligen Petrus.